Erfahrungsbericht von Vanessa
«Manchmal braucht es nur Menschen, die an einen glauben, damit man wieder an sich selbst glaubt.»
Vanessa hat bei Dreipunkt eine schwierige Zeit erlebt. Heute geht sie ihren eigenen Weg und möchte mit ihrer Geschichte anderen Mut machen.
Vanessas Weg war nicht einfach. Während ihrer Lehre als Schreinerin EFZ ging es ihr psychisch zunehmend schlechter. Der Berufseinstieg löste vieles in ihr aus. Gleichzeitig hatte sie oft das Gefühl, nicht verstanden oder nicht ernst genommen zu werden. Es gab eine Zeit, in der sie nicht mehr wusste, wie es weitergehen sollte. Dann kam sie zu Dreipunkt und arbeitete in der Bio-Holzofenbäckerei.
Als Mensch gesehen werden

Bei Dreipunkt erlebte Vanessa etwas, das für sie einen wichtigen Unterschied machte: Sie wurde nicht auf ihre Schwierigkeiten reduziert, sondern als Mensch wahrgenommen.
«Man hat an mich geglaubt, mir zugehört und mich ermutigt, meinen eigenen Weg zu gehen», erzählt sie.
Für Vanessa war dieses Vertrauen wichtig. Sie konnte Schritt für Schritt wieder Vertrauen in sich selbst entwickeln und herausfinden, was sie wirklich wollte.
Dabei ging es nicht darum, dass plötzlich alles einfach war. Ihr Weg blieb herausfordernd. Aber sie hatte Menschen an ihrer Seite, die sie ernst nahmen und ihr zutrauten, ihren eigenen Weg zu finden.
«Die Unterstützung und das Vertrauen haben mir geholfen, wieder aufzublühen.»
Heute sieht ihr Weg anders aus
Inzwischen hat Vanessa einen neuen beruflichen Weg eingeschlagen. Sie absolviert ein Praktikum in einer Tagesstätte für Menschen mit Beeinträchtigung. «Es geht mir so gut wie seit vielen Jahren nicht mehr», sagt sie. Dass es heute so weit ist, bedeutet für sie nicht, dass die schwierige Zeit einfach vergessen ist. Sie weiss, wie es sich anfühlt, wenn die Kraft fehlt und man nicht weiss, wie es weitergehen soll. Gerade deshalb möchte sie ihre Geschichte teilen.
«Nicht jede Wunde sieht man von aussen. Umso wichtiger ist es, Menschen mit Verständnis zu begegnen.»
Ein Schmetterling als persönliches Symbol
Für diesen Erfahrungsbericht hat Vanessa kein Foto von sich ausgewählt. Stattdessen hat sie uns ein Bild geschickt, das sie selbst aufgenommen hat: Schmetterlinge.
Sie sind für sie etwas Besonderes.
Und vielleicht passen sie deshalb so gut zu ihrer Geschichte. Nicht als Symbol für einen perfekten Neuanfang. Sondern für Veränderung. Für Entwicklung. Und dafür, dass ein neuer Weg manchmal erst möglich wird, wenn man den Mut hat, den bisherigen loszulassen.
«Ein Beruf definiert nicht, wer du bist. Den Mut zu haben, etwas loszulassen, das einen krank macht, öffnet die Tür für einen wunderschönen Neuanfang.»
Vanessa möchte mit ihrer Geschichte anderen Menschen Mut machen. Sie möchte zeigen, dass ein schwieriger Weg nicht bedeutet, dass es nicht weitergeht. Und sie erinnert uns daran, wie viel Verständnis, Geduld und echtes Vertrauen bewirken können.
«Ich wurde endlich ernst genommen. Dieses Verständnis hat mir geholfen, wieder an mich selbst zu glauben und aufzublühen.»
Danke, Vanessa, dass du deine Geschichte mit uns teilst. Und dass du damit vielleicht genau bei einem Menschen Hoffnung weckst, der gerade selbst nicht weiss, wie es weitergehen soll.



