Gabriel Oldham alias Gman bei der Stiftung Dreipunkt

Wie geht man damit um, wenn man anders ist, aneckt oder nicht weiss, wohin der eigene Weg führt? Darüber sprach Influencer und Moderator Gabriel Oldtham, bekannt als Gman, gestern bei der Stiftung Dreipunkt. Er erzählte offen von seinen Erfahrungen als Jugendlicher, von Rückschlägen und davon, wie er seinen eigenen Weg gefunden hat. Seine Botschaft an unsere Jugendlichen war klar: Gib nicht auf. Entdecke deine Stärken und glaube an dich.
Gemeinsam mit einigen Jugendlichen erkundete Gman unsere Stiftung und lernte unsere verschiedenen Angebote kennen. Im Video auf Instagram gibt es einen Einblick in den Rundgang.
Gman: Anders sein und seinen Weg finden
Als Jugendlicher fühlte sich Gabriel Oldham oft als Aussenseiter. Er kam aus dem Wallis in die Innerschweiz, sein Dialekt wurde kaum verstanden, und auch in der Schule hatte er es nicht immer leicht. Er galt als Streber, fühlte sich anders als die anderen und fand nur schwer Anschluss. Auch über sein ADHS und die damit verbundenen Erfahrungen sprach er offen. Damals suchte er bei sich selber die Fehler und hatte oft das Gefühl, sich anpassen zu müssen, um dazuzugehören.
Seine ersten beruflichen Schritte machte er bereits mit 16 Jahren als Radiomoderator. Später stand er für Nickelodeon vor der Kamera. Doch auch hinter beruflichen Erfolgen steckt nicht immer eine einfache Geschichte. Persönliche Enttäuschungen und schwierige Phasen warfen ihn zurück. Erst die Chance, für die Serie «Tschugger» als Walliser Schauspieler vorzusprechen, gab ihm neuen Antrieb. Er bewarb sich – und erhielt die Rolle.
Sein Weg zeigt: Es läuft nicht immer alles nach Plan. Manchmal braucht es Umwege, Durchhaltewillen und den Mut, eine neue Chance zu packen.
«Deine Fehler der Vergangenheit sind die Helfer deiner Zukunft»

Dieser Satz brachte eine seiner wichtigsten Botschaften auf den Punkt. Fehler gehören zum Leben. Entscheidend ist, was wir daraus machen.
Gman machte den Jugendlichen Mut, sich von Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen. Wer heute Schwierigkeiten hat, ist deshalb nicht weniger wert und hat nicht automatisch schlechtere Chancen für die Zukunft. Es geht darum, die eigenen Stärken zu erkennen, dranzubleiben und herauszufinden, was zu einem passt. Dazu gehört auch, nicht immer alles sofort wissen oder können zu müssen. Oder, wie Gman es ausdrückte:
«Es ist alles so, wie's muss, damit's wird, wie's sein soll.»
Klartext statt erhobener Zeigefinger
Was den Besuch besonders machte, war Gmans direkter Umgang mit den Jugendlichen. Er griff Aussagen und auch respektlose Bemerkungen aus dem Publikum auf, fragte nach und regte dazu an, die eigene Haltung zu hinterfragen. Dabei begegnete er den Jugendlichen auf Augenhöhe – ehrlich, spontan und ohne ihnen einfach fertige Antworten zu liefern.
Ein Thema war auch Mobbing. Für Gman ist klar: Mobbing geht gar nicht. Gleichzeitig gab er den Jugendlichen mit auf den Weg, sich abgrenzen und für sich einstehen zu können. Denn draussen wartet nicht immer eine einfache Welt. Umso wichtiger ist es, die eigenen Grenzen zu kennen, sich nicht alles gefallen zu lassen und sich selbst ernst zu nehmen.
Seine Worte waren direkt, manchmal unbequem und gerade deshalb eindrücklich. Sie zeigten, dass es sich lohnt, hinzuschauen, nachzufragen und auch das eigene Verhalten zu überdenken.
Jeder Weg ist anders – und das ist gut so
Bei der Stiftung Dreipunkt begleiten wir Jugendliche und junge Erwachsene dabei, ihre Stärken zu entdecken, Herausforderungen anzugehen und berufliche Perspektiven zu entwickeln. Nicht jeder Weg verläuft geradlinig. Und nicht alle brauchen dasselbe, um ihren Platz zu finden.
Die Begegnung mit Gman hat daran erinnert, wie wertvoll es ist, Menschen zu erleben, die offen über ihre Schwierigkeiten sprechen und zeigen, dass Veränderungen möglich sind. Seine Geschichte macht Mut, sich nicht auf das festlegen zu lassen, was andere über einen denken – und auch nach schwierigen Zeiten weiterzugehen.
Danke, Gman, für deine Offenheit, deine klaren Worte und die Denkanstösse, die du unseren Jugendlichen mitgegeben hast. Deine Botschaft bleibt: Fehler müssen nicht das Ende bedeuten. Sie können der Anfang von etwas Neuem sein.
Mehr über unsere Arbeit: Die Angebote der Stiftung Dreipunkt unterstützen Jugendliche und junge Erwachsene auf ihrem Weg in eine selbstbestimmte berufliche Zukunft.



