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Praktische Modul-Klasse (pMK)

  • 1. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Lernen fürs Leben: Die Praktische Modul-Klasse der Stiftung Dreipunkt


Wenn Schule allein nicht mehr trägt


Nicht alle Jugendlichen finden im klassischen Schulsystem den passenden Rahmen. Manche geraten durch soziale oder emotionale Herausforderungen zunehmend unter Druck, bis sogar ein Ausschluss vor Abschluss der obligatorischen Schulzeit droht. Genau hier setzt die Praktische Modul-Klasse (pMK) der Stiftung Dreipunkt an.


Das Angebot richtet sich an schulpflichtige Jugendliche im 9. und 10. Schuljahr mit Sonderschulbedarf im Bereich Verhalten und sozio-emotionale Entwicklung. Ziel ist es, ihnen trotz schwieriger Ausgangslage einen stabilen Schulabschluss und eine realistische Perspektive für den Übergang in die Arbeitswelt zu ermöglichen.


Schule mit Blick auf die Arbeitswelt

Das Team der Stiftung Dreipunkt der Praktischen Modul-Klasse
Begleitet werden die Jugendlichen vom pMK-Team: (untere Reihe von links: Markus Kieliger, Anthony Pfohl, Rahel Naef; obere Reihe von links: Urs Emmenegger, Stefanie Sapienza, Gioia Schüpbach.

Das Angebot der Praktischen Modulklasse (pMK) arbeitet nach dem Lehrplan des Kantons Luzern, richtet ihren Fokus jedoch bewusst auf die Anforderungen der nachobligatorischen Bildung und der Wirtschaft. Lernen bedeutet hier nicht nur Schulstoff, sondern vor allem Vorbereitung auf das echte Leben.


Die Jugendlichen erwerben schulische Grundlagen, trainieren Arbeitsverhalten und entwickeln zentrale Kompetenzen wie Selbstverantwortung, Durchhaltevermögen und soziale Fähigkeiten. Klare Strukturen, verbindliche Beziehungen und praxisnahe Inhalte schaffen einen Rahmen, in dem Entwicklung wieder möglich wird.


Zuweisungen erfolgen über die Dienststelle Volksschule des Kantons Luzern, Schulbetrieb II, Abteilung Sonderschulung. Die Dauer des Angebots beträgt in der Regel 12 bis maximal 24 Monate.


Entwicklung in kleinen Schritten


Die Arbeit in der pMK ist geprägt von Geduld, Beziehung und vielen kleinen Erfolgen. Fortschritte zeigen sich nicht immer in Noten, sondern oft im Verhalten, im Umgang mit Herausforderungen oder im neu gewonnenen Zutrauen in die eigene Zukunft.


„Oft geht es zuerst darum, wieder Vertrauen in sich selbst und in Erwachsene aufzubauen.“ — Markus Kieliger, Teamleiter praktische Modul-Klasse

Für viele Jugendliche wird die pMK zu einem Wendepunkt: Ein Ort, an dem sie erleben, dass Lernen wieder gelingen kann und dass ihr Weg trotz Umwegen weitergeht.


Der Alltag im Team ist dabei vielseitig, anspruchsvoll und gleichzeitig voller unerwarteter Momente: Von herausfordernden Situationen bis hin zu humorvollen Augenblicken, die zeigen, wie wichtig Beziehung und Vertrauen im Bildungsprozess sind.

 
 
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