Wie alles begann – und was der Name Dreipunkt bedeutet
- 12. März
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Aktualisiert: 16. März
Die Wurzeln: Therapie, Sport und Bildung zusammen gedacht

Die Geschichte von Dreipunkt beginnt mit einer klaren Vision: Jugendliche ganzheitlich zu stärken. Gründer und Stiftungsratspräsident Heinz Siegenthaler entwickelte ein Konzept im Spannungsfeld von Therapie, Sport und Bildung. Drei Bereiche, die Entwicklung ermöglichen und Perspektiven öffnen.
Schon in der frühen Aufbauphase gingen die ersten Angebote an den Start. Es entstanden Kooperationen mit Sportämtern der Region Luzern sowie mit dem Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst des Kantons Luzern. Ein besonderer Meilenstein war das erste Kletterlager für Kinder und Jugendliche, bei dem Bewegung, Vertrauen und persönliche Entwicklung im Zentrum standen.
Parallel begann Dreipunkt Sportunterricht an der Schule für Physiotherapie anzubieten. Daneben kletterten Kinder zwischen 10 und 14 Jahren mit ADS oder ADHS gesichert in der Halle – ein Setting, das Konzentration, Verantwortungsgefühl, Körperwahrnehmung und Selbstvertrauen stärkte. Bald wurde die Klettertherapie auch für Erwachsene geöffnet. Gleichzeitig startete das erste Bildungsangebot für Jugendliche ohne Anschlusslösung nach der Schulzeit: Ein wichtiger Schritt hin zur heutigen Ausbildungs- und Integrationsarbeit.
Die Bedeutung hinter dem Namen „Dreipunkt“
Der Name Dreipunkt stammt direkt aus dem Klettersport. Dort gilt die zentrale Regel des
Dreipunkt-Griffs: Drei Kontaktpunkte bleiben stabil, während sich der vierte bewegt.

Dieses Prinzip steht sinnbildlich für Entwicklung: Stabilität schafft Bewegungsspielraum. Wer sicheren Halt hat, kann den nächsten Schritt wagen. Übertragen auf Jugendliche können diese stabilen Punkte zum Beispiel sein:
verlässliche Bezugspersonen
klare Struktur und Bildung
Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten
Erst mit dieser Basis wird persönliche Entfaltung möglich: im Lernen, im Alltag und beim Berufseinstieg.
Vom Klettersport zum Leitprinzip bis heute
Die aktive Klettertherapie gehört heute nicht mehr zum regulären Kernangebot von Dreipunkt. Gelegentlich wird Klettern noch als Ausflugs- oder Erlebnisangebot eingesetzt.
Geblieben ist jedoch das dahinterstehende Prinzip: Junge Menschen brauchen Halt, Orientierung und Vertrauen, um wachsen zu können. Genau dieses Dreipunkt-Prinzip prägt bis heute die Begleitung von Jugendlichen auf ihrem Weg in Ausbildung, Arbeit und ein selbstständiges Leben.
Der Name ist damit weit mehr als ein Rückblick auf die Anfänge. Er beschreibt bis heute, wie Entwicklung gelingt.

